Professor für systematische Pädagogik fordert Legalisierung von Homeschooling in Deutschland

Prof. Volker Ladenthin, Professor für systematische Pädagogik in Bonn hat in einem Beitrag für den Berliner Tagesspiegel auf die Vorteile des privaten Heimunterrichts hingewiesen. „Ob Kant, Hölderlin oder Fontane: Nahezu all unsere Klassiker haben dieses „Homeschooling“ erfahren oder waren als Hauslehrer tätig“, schreibt der Professor. Die staatliche Schule sei entweder für die sozialen Schichten eingeführt worden, die sich eine private Erziehung nicht leisten konnten oder, wie das in Preußen der Fall war, aufgrund der absolutistischen Staatsidee. Viele Pädagogen haben damals die Verstaatlichung skeptisch beurteilt, zu offensichtlich seien die Vorteile der privaten Erziehung gewesen: „Schon Zehnjährige konnten Latein und Französisch sprechen und griechische Klassiker im Original lesen. Bis 1914 war Heimunterricht durchaus üblich und legal.“

Ladenthin hat ebensowenig Verständnis für die heutige Kritik am Homeschooling: Sie würde Parallelgesellschaften fördern. Seien diese nicht schon längst im existieren Schulsystem etabliert? Abgesehen davon würde die private Erziehung die Konkurrenz zwischen unterschiedlichen Modellen erhöhen, was sich positiv auf die Qualität auswirken würde.

Der vollständige Beitrag Ladenthins ist unter folgendem Link erreichbar:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/;art141,2460761

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