Empörung über Verbot von Stasi-Ausstellung

Empörung hat das Verbot einer Ausstellung über die Stasi provoziert, weil dort ein Inoffizieller Mitarbeiter (IM) namentlich erwähnt wird. Die Maßnahme wurde gerichtlich erwirkt.

In der Ausstellung ging es um „Christliches handeln in der DDR“. Der genannte IM war 18 Jahre lang Spitzel in christlichen Kreisen, aufgrund dessen mehrere Menschen verhaftet worden sind.

Sein Rechtsanwalt, Thomas Höllrich, ist Vertreter der Linkspartei im Reichenbacher Stadtrat und Kreistag.

Heftig gegen den Gerichtsbeschluß hat die Stasi-Unterlagenbeauftragte Marianne Birthler protestiert. Gegenüber der Welt sagte sie: „Frühere Stasi-Mitarbeiter betreiben mit Hilfe ihrer Vereine nach wie vor Interessenpolitik und beraten einzelne in diesem Sinne“.

Gegenüber FOCUS hat der Brandenburger Innenminister Jörg Schönbohm vor einem Schönreden der SED-Diktatur gewarnt: „Die zahllosen Mauertoten, der Überwachungsapparat der Stasi, die Drangsalierung von Christen und Oppositionellen, die Indoktrination der Jugend und die Beschränkung der Meinungs- und Reisefreiheit beginnen sich im Nebel der DDR-Verklärung aufzulösen“.

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