Ost-Schüler wissen weniger über die DDR als West-Schüler

Eine Studie des “Forschungsverbund SED-Staat” der FU Berlin ergab, daß westliche, insbesondere bayerische Schüler, wissen am meisten über die DDR und verurteilen auch stärker Mauer, Todesstreifen und Stasi. Befragt wurden 5000 Schüler aus Bayern sowie Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zu ihrem Bild der DDR. Finanziert wurde die Untersuchung von der bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. 76 Prozent der Brandenburger Schüler gaben an, die DDR sei nie oder fast nie ein Thema im Unterricht. Doch auch westliche Schüler glauben noch an manche Mythen der DDR, wie beispielsweise die gleichmäßige Verteilung des Einkommens und des Vermögens: Als die Schüler in Interviews nach der Befragung damit konfrontiert wurden, daß 1989 etwa zehn Prozent der Sparkontoinhaber der DDR über rund 60 Prozent der Gesamtguthaben verfügten, waren sie überrascht.

  • RoLo43 sagt:

    Westschüler glauben mehr zu wissen über die DDR, weil ihnen offizielle “Denkschemata” beigebracht werden können. Bei Ostschülern gibt es da immer noch Widerstand. Weil noch immer persönliche Erlebensberichte der Eltern und Großeltern Anderes besagen.

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