Hessen: Hohe Umfragewerte für Grünen wecken Begehrlichkeiten nach Grün-Rot-Rot

Mathias von Gersdorff

Die guten Umfragewerte der Grünen in Hessen wecken Begehrlichkeiten nach einer grün-rot-roten Koalition. Hessen wählt am kommenden Sonntag den neuen Landtag.

Vor allem der linke Parteiflügel der Grünen, der sich seit geraumer Zeit zurückhält, stellt solche Überlegungen zur Diskussion.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 25. Oktober 2018 berichtet, ist Jürgen Trittin der Auffassung, dass „Grüne, Sozialdemokraten und Linke anfangen sollten, sich Gedanken zu machen, wie man solche Mehrheitsverhältnisse zurückkämpfen kann“. Damit meint der eine Koalition von SPD, Grünen und Linken.

Wenige Tage vor der Landtagswahl kommt die CDU in einer Umfrage von Insa-Hessen-Trend (im Auftrag von Bild) auf 26 Prozent, SPD und Grüne auf jeweils 21 Prozent. In anderen Umfragen sind die Grünen leicht stärker als die SPD. Laut der Umfrage bekäme die AfD 13 Prozent, gefolgt von Linken (8 Prozent) und FDP (7 Prozent).

Auch Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht wirbt für ein linkes Regierungsbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei in Hessen.

Was eine solche Konstellation für die Schulpolitik bedeutet, kann man sich leicht ausmalen:

Die CDU hat im Spätsommer 2016 für die Schulen das radikalste Gender-Lehrprogramm Deutschlands erlassen. Aufgrund der anhaltenden Proteste fiel die Implementierung bislang moderat aus. Diese Zurückhaltung könnte von kurzer Dauer sein:

Sollte Grün-Rot-Rot oder Rot-Rot-Grün nach den nächsten Wahlen in Hessen die Macht übernehmen, bräuchte die neue Landesregierung lediglich den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz vollumfänglich in die Praxis umzusetzen, um aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen.

Grün-Rot-Rot bzw. Rot-Rot-Grün würde somit zum Vollstrecker einer Gender-Revolution werden, deren Grundlagen die CDU zuvor gelegt hat.

Wenn man allein diese Gefahr in Betracht sieht, erkennt man, wie falsch, verantwortungslos und kinder- und familienfeindlich CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz handelte, als er seinen Gender-Lehrplan in Kraft gesetzt hat.

  • Bärbel Debusbarbel sagt:

    Auf keine Fall wähle ich die Altparteien, keinem von den oben genannte traue ich über den Weg.

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