Der Indoktrinations-Wahnsinn treibt es auf die Spitze: Kita verbietet Indianerkostüme!

Christiane Jurczik

Die Fantasie der Kinder kennt beim Thema verkleiden keine Grenzen. Kinder lieben es sich zu verkleiden! Die Grenzen setzen jetzt eine Kita in Hamburg die mit einem Schreiben für Diskussionen sorgt – vor allem in den sozialen Medien. Diese Kita wünscht eine diskriminierungsfreie Verkleidung.

Gewünscht sind: Mädchen als Piratinnen, Jungs als Mehrjungmänner

Auch dass sich Mädchen als Prinzessin und Jungs als Piraten verkleiden wird kritisiert. Mädchen als Piratinnen und Jungs als Mehrjungmänner finden die Autoren dagegen super – weil nicht „geschlechtsstereotyp“. Generell empfehlen sie Fabelwesen, Tiere etc. als „diskriminierungssensible Alternative“. Aber Vorsicht: Es könnte Pferd und Pony beleidigen wenn sich jemand als Einhorn verkleidet…

Dieses irrsinnige Szenario führt irgendwie ad absurdum. Wollen wir letztendlich alle Märchen und Märchengestalten als unangemessen empfinden?

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Kann man denn heute überhaupt nichts mehr sagen? Nicht mehr machen, was früher üblich war? Für viele ist das alles politisch gewollt, sie fühlen sich eingeengt und überwacht. Und haben das Gefühl, dass diese Debatten überhaupt nichts mit ihrem Alltag zu tun haben.

Viele Kommentare – viel Unverständnis

In den Kommentaren unter den beiden NDR Info Postings – aber auch auf der Facebook-Seite von NDR.de – sind bereits mehrere Hundert Kommentare gepostet worden. In den meisten davon kommt Unverständnis über das Vorgehen der Hamburger Kita zum Ausdruck.

„Deutschland schafft sich ab. Wir sind ein Volk von Weicheiern und Duckmäuser geworden!“ Und Martina Nicole Happel kommentiert: „Wenn wir weiter in alles Vorurteile und Rassismus rein interpretieren, weiß irgendwann keiner mehr, was gesagt oder gemacht werden darf.“

Ein anderer rät: „Ich hatte eine farbige Puppe, schaute Jim Knopf und Winnetou und fand das prima! Es hat mich gelehrt, dass es unterschiedliche Menschen und Lebensarten gibt und diese zu respektieren!“

„Ein normaler Mensch wäre nicht auf die Idee gekommen, dass eine Verkleidung von Kindern als Indianer zum Fasching eine Diskriminierung der amerikanischen Ureinwohner bedeuten könnte. Fazit: Wer dies behauptet, ist entweder paranoid oder ideologisch motiviert.“

Alle vernunftbegabte friedliche Menschen fragen sich, in welcher Welt unsere ‚Erzieherinnen‘ inzwischen leben, dass sie phantasiebegabten Kindern ihren völlig unpolitischen Spaß verbieten wollen mit Argumenten, die von so weit hergeholt werden, dass einem dazu nichts mehr einfällt.

Es ist wie so oft mit Ideen, die einem schrägen ideologischen Muster folgen: In der Ausführung erkennt man das Abwegige und den Mangel an gesundem Menschenverstand. Sich höflich verhalten zu wollen, ist ja grundsätzlich nicht verkehrt. Aufeinander acht geben, sensibel sein, Gefühle anderer respektieren etc. All das sind sinnvolle, erstrebenswerte Dinge.

Das Problem ist nur: Schießt man übers Ziel hinaus, leistet man der Idee einen Bärendienst. Mittlerweile ist politisch korrekt für nicht wenige zu einem Schimpfwort geworden. Kostümregeln für Kleinkinder gehören zu diesen Dingen, die viele Menschen den Kopf schütteln lassen.

Mit Informationen aus www.ndr.de, www.stern.de

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