Nach Lehrermord in Frankreich: Einschüchterung auch an deutschen Schulen

(DVCK e. V. – Aktion Kinder in Gefahr) Der deutsche Lehrerverband beklagt zunehmenden Druck auf Lehrer seitens Muslime: “Wir haben tiefe Sorge, dass auch in Deutschland ein Klima der Einschüchterung entsteht”, erklärte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse am 20. Oktober mit Blick auf die brutale Ermordung des Lehrers Samuel Paty in Conflans-Sainte-Honorine bei Paris durch einen Islamisten.

Zuvor hatte er im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt. Der Täter mit russisch-tschetschenischen Wurzeln hatte kurz nach der Tat geschrieben, der Pädagoge habe den Propheten Mohammed herabgesetzt.

Auch in Deutschland sehen sich Lehrer zunehmenden Druck ausgesetzt.

Beispielsweise würde von den Pädagogen verlangt, Themen wie den Nahostkonflikt oder Israel nicht im Unterricht zu behandeln. Druck käme sowohl von Eltern, wie auch von Schülern, schilderte Meidinger. Insbesondere politisch und geschichtlich sensible Themen führten zu Konflikten.

“Der Druck ist vor allem in Brennpunktschulen mit einem hohen Anteil von Schülern mit einem entsprechenden Migrationshintergrund sehr hoch. Lehrkräfte trauen sich an manchen Schulen nicht mehr, einen Film wie, Schindlers Liste‘ zu zeigen. Sie bekommen Druck sowohl von den Eltern, aber auch von Schülern“, sagte Meidinger.

„Es gibt immer mehr Versuche, Lehrer bei ihrer Aufgabe, Werte und Demokratie zu vermitteln, zu beeinflussen und zu behindern.“

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