Der Gender-Wahn nimmt seinen Lauf – auch durch Universitäten

(DVCK e.V. Aktion Kinder in Gefahr) Obwohl eine Mehrheit der Deutschen die Gender-Sprache kritisch ablehnt, wird in immer mehr Behörden und Firmen gegendert. An der Universität Kassel können Studenten sogar eine schlechtere Note bekommen, wenn sie Gendersternchen und andere neue Formen nicht verwenden.

Ein Student der TU Berlin findet das nicht so schlimm. Er war Teilnehmer eines Seminars „Einführung in das Verkehrswesen“, in dessen Richtlinien es hieß, eine „gendersensible Sprache“ werde „in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet“. Der Student hakte nach und wollte wissen, wo denn das bitteschön stehe. Die Lehrkraft schrieb ihm zurück, das Gendern sei „eine Vorgabe seitens der TU Berlin“, deren Nichtberücksichtigung einen Punktabzug zur Folge habe. Außerdem habe es sich „inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen“. Und wenn er sich entschließe, eine Prüfung oder Seminararbeit stattdessen nur auf Wissenschaftlichkeit und Lesbarkeit hin auszurichten und dafür eine schlechtere Note bekomme, dann werde ihm „alles diskutieren“ nichts helfen, heißt es unwirsch in dem Schreiben, wie der Informationsdienst „Heise online“ berichtet.

Der Student wandte sich irritiert an die Rechtsabteilung der Universität. Und die teilte ihm mit, dass es die von der Lehrkraft behauptete Vorgabe zur Verwendung einer „gendergerechten Sprache“ gar nicht gibt.

Wer nicht gendert bekommt Punktabzug

Auch Student Lukas Honemann von der Uni Kassel dachte, er hätte alles richtig gemacht. Fachlich hatte er zwar sauber gearbeitet – nun hatte er lediglich das generische Maskulinum verwendet. Weil der 20-Jährige nur die männliche Wortform benutzte und nicht genderte, bekam er Punktabzug.

Honemann, der für den Ring Christlich-Demokratischer Studenten im Studentenparlament sitzt, klagt, dass etwa in den Gesellschaftswissenschaften Gendersprache verpflichtend sei. Bisweilen hat der 20-Jährige den Eindruck, dass „die Leute auf eine Linie eingeschossen werden“. Honemann findet, dass Gendern freiwillig sein sollte: „Politische Akte dürfen nicht benotet werden.“ Andere Dozenten, sagt Honemann, gäben selbst dann schlechtere Noten, wenn man per Fußnote klarstelle, dass in der Hausarbeit stets alle Geschlechter gemeint seien.

Viele Kritiker finden es problematisch, wenn die Gender-Sprache in die Notengebung einfließe. Der Rechtswissenschaftler Christoph Gröpl hält das Vorgehen der Uni sogar für „rechtlich unvertretbar“. Der Experte, der in Saarbrücken Professor für Staats- und Verwaltungsrecht ist, urteilt: „Die Durchsetzung einer nicht regelkonformen, aktiv-kämpferischen Sprachpolitik mittels universitärer oder anderer Prüfungen genießt nicht den Schutz der Lehrfreiheit.“

Prozesskostenhilfe für den Betroffenen

Walter Krämer (Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache) hofft darauf, dass der Betroffene den Mut zur Klage aufbringt. „Dann finanzieren wir einen Prozess bis zum Bundesverfassungsgericht“. Sein Verein kritisierte zum Beispiel auch die Stadt Kassel, die die Einführung der Gender-Sprache im Rathaus beschloss.

Die Universität Kassel sollte sich nicht damit begnügen, einem unschuldigen Studenten Gender-Punkte abzuziehen. Im Zuge der allgemein für wichtig erachteten Gleichbehandlung von Ungleichen wäre auch ein Schulterschluss mit der FU in Berlin geboten, wo Familienministerin Franziska Giffey eine Doktorarbeit eingereicht hat, die nicht nur mit Plagiaten versehen ist …

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