Dose mit weißen Pillen

Deutlich mehr Drogentote im Corona-Jahr: 13 Prozent

Kontinuierlich steigen die Zahlen der Drogentoten so wurden 2020 insgesamt 1.581 Todesfälle in Zusammenhang mit illegalen Drogen registriert. Dies sei ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Häufigste Todesursache war den Angaben zufolge der Konsum von Opioiden beziehungsweise Opiaten allein oder in Verbindung mit anderen Stoffen (572 Tote). Zweithäufigste Todesursache waren Langzeitschädigungen aufgrund von Drogenkonsum (432 Personen). Die Zahlen veröffentlichte die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) letzte Woche in Berlin.

Schlechte Aussichten für Suchtkranke

Ludwig sagte: „Die Lage ist für suchtkranke Menschen durch die Pandemie mehr denn je dramatisch.“ Viele seien durch Corona in eine verstärkte Lebenskrise geraten. „Gewohnte Strukturen, persönliche Hilfsangebote und Ansprechpartner sind quasi von einem Tag auf den anderen weggebrochen.“ Suchthilfe vor Ort müsse gerade jetzt aufrechterhalten werden. Die meisten Drogentoten gab es 2020 den Angaben zufolge weiterhin in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (401 Tote) und Bayern (248 Tote) sowie in Berlin (216 Tote).

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