Übermäßige Smartphone Nutzung macht Kinder stumm und dick

Christiane Jurczik

Man muss wissen was Kinder nicht tun, wenn sie vor dem Fernseher oder Tablet sitzen: Sie sprechen weniger und bewegen sich nicht. Studien konnten belegen, dass Kinder schlechter Sprache erlernen, wenn sie viel Zeit am Bildschirm verbringen, weil dann innerhalb der Familie weniger miteinander gesprochen wird. Kinder sollten eigentlich mindestens eine Stunde täglich Sport machen oder toben. Vor dem Fernseher sitzen sie aber nur. Das wirkt sich negativ auf ihre motorischen Fähigkeiten aus und ist schlecht für ihre Gesundheit im Allgemeinen. Auch die Ernährung der Kinder leidet erwiesenermaßen, wenn sie vor dem Fernseher sitzen. Sie greifen dann vermehrt zu Limonade oder Schokolade.

Weitere Studien zeigen deutlich, dass kleine Kinder die über ein Bildschirm- oder Tonangebot vermittelten Inhalte deutlich schlechter wahrnehmen und weniger daraus lernen. Sie behalten beispielsweise Worte nicht so gut oder gar nicht. Erst ab dem Alter von etwa 20 Monaten merken sie sich überhaupt einzelne Worte, die sie über ein Screen-Angebot gelernt haben. Verbringen sie trotzdem früh viel Zeit vor digitalen Medien, dann ist das eine verschenkte Zeit, in der man sie an etwas gewöhnt, was für sie letztendlich sinnlos ist.

Die übermäßige Nutzung des Smartphones führt bei Kinder unumgänglich zu Hyperaktivität, Fettleibigkeit und Störungen von Konzentration und Sprachentwicklung. Kinderärzte und Wissenschaftler warnen schon lange vor diesen Folgen und die Sorge ist berechtigt. Sogar die Hirnstruktur wird negativ beeinträchtigt und führt zu erhöhter Suchtgefahr schon im Kleinkindalter, berichtet rtl.de.

Hier die Ergebnisse einer Umfrage von 2008 bis 2018:

  • Extremes Übergewicht nahm um knapp 27 Prozent zu.
  • Motorische Entwicklungsstörungen stiegen um rund 52 Prozent, bei den 15- bis 18-Jährigen drastisch um rund 137 Prozent.
  • Bei Sprach- und Sprechstörungen verzeichnet die KKH einen Anstieg um knapp 57 Prozent – bei den 15- bis 18-Jährigen sogar um rund 157 Prozent.
  • Schlafstörungen nahmen um rund 32 Prozent zu, am deutlichsten bei Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren um mehr als 86 Prozent.
  • ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung), die unter anderem mit Konzentrationsmangel einhergehen kann, stieg um rund 12 Prozent.
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