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Aktuelle Umfrage zeigt: Studenten geht es immer schlechter

(DVCK e.V. – Aktion Kinder in Gefahr) Die Mehrheit der Studenten fühlt sich in Bezug auf ihr Studium schlecht oder sogar sehr schlecht. Das zeigt eine aktuelle bundesweite Umfrage. Sie leiden durch die anhaltende Pandemie psychisch und finanziell. Auch die Umfrage des AStA der Universität Hamburg zeigt gravierende Folgen der Isolierung aufgrund der Corona Maßnahmen. In den eigenen vier Räumen eingesperrt zu sein, übt auf viele Studierende ungeheuren Stress aus.

Aponet.de berichtet am 02. Februar. 2022, dass über die Hälfte der Befragten angab einer höheren psychischen Belastung ausgesetzt zu sein. Von diesen nimmt sogar jeder Zehnte psychologische Betreuungsangebote in Anspruch. Die häufigsten Symptome waren Probleme mit der Konzentration, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen. Auch Rücken- und Kopfschmerzen traten unter den Befragten häufig auf. Im Vergleich zum vorherigen Semester hat sich die Lage den Ergebnissen zufolge sogar noch weiter verschlimmert: 60 Prozent gaben an, dass die psychische Belastung gestiegen sei. Der unmittelbare Kontakt zu den Kommilitonen und Dozenten fehle, soziale Netzwerke könnten die persönlichen Begegnungen nicht ersetzen.

„Deshalb müssen psychosoziale Beratungsangebote dringend ausgebaut werden, um die psychologische Gesundheit der Studierenden zu sichern“, fordert Lone Grotheer, Vorstandsmitglied des freien Zusammenschlusses von Studenten (fzs).

Zukunftsangst: Weniger Nebenjobs, Auslandsaufenthalte, Praktika

Ein weiteres Problem sind für viele unklare Regelungen: So sei beispielsweise nicht festgelegt, was passiert, wenn jemand vor einer Prüfung positiv getestet werde oder in Quarantäne müsse. Hier wünschen sich die Studenten Richtlinien von der Landesregierung. Zudem bedürfe es weiterer finanzieller Hilfen – viele Studenten haben in der Pandemie Kredite aufgenommen weil ihre Jobs neben dem Studium wegfielen. Nun sehen sie skeptisch in die Zukunft, die Unsicherheit zerrt an den Nerven, auch weil sie die Kredite in den nächsten Jahren zurückzahlen müssen.

Nicht ungeachtet blieb auch die Kritik an der digitalen Infrastruktur. Da wegen der Infektionsgefahr komplett auf direkten Kontakt verzichtet wird, laufen fast in allen Universitäten und Fachholschulen die Vorlesungen online ab. Das wiederum hat den miserablen Zustand der Digitalisierung in Deutschland verdeutlicht. So gaben rund 11,2 Prozent der befragten Studenten an, dass ihnen die angemessene und ausreichende Technikausrüstung für die digitale Lehre fehlen. Eine stabile und flächendeckende Breitbandverbindung war dabei eine der Hauptkritikpunkte.

Doch nicht nur die digitale Infrastruktur selbst ist ein Problem. Auch der Aufbau des digitalen Lehrplans und der Ablauf der Inhalte werden von vielen Studenten kritisiert. So bemängeln 40,7 Prozent der Teilnehmer, dass es keinen festen Ansprechpartner bei der Online-Lehre gebe.

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