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Vermehrt gesundheitliche Risiken durch Cannabiskonsum

(DVCK e.V. – Aktion Kinder in Gefahr) Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Cannabiskonsumierende ein um 41 Prozent höheres Risiko für eine Psychose haben, als abstinente Personen. Dabei fanden sie zudem eine dosisabhängige Beziehung. Das bedeutet, je mehr eine Person konsumiert, desto höher ist das Risiko, zu erkranken.

Kein Bezug zur Realität

Nicht wenige Konsumenten machen schlechte Erfahrungen – diese reichen von Wahnvorstellungen bis hin zur Paranoia. Sie werden misstrauisch und haben das Gefühl, das ihnen ihre Mitmenschen schaden wollen.

Dieses Phänomen konnte sogar experimentell nachgewiesen werden. In einer Untersuchung wurden Studenten entweder der Cannabiswirkstoff THC oder ein Placebo gespritzt. Es handelte sich um eine so genannte Doppel-Blind-Studie. Weder die Testpersonen noch das Personal, das die Injektion verabreichte, wussten, welche der beiden Substanzen gespritzt wurde. Es folgten mehrere Tests, in denen die Probanden verschiedene Aufgaben erledigen sollten und dabei anderen Menschen begegneten. Dabei zeigte sich, dass etwa eine von fünf Testpersonen Paranoia als direkte Folge der THC-Gabe entwickelte.

Dies bestätigt auch eine aktuelle deutschlandweite Untersuchung. Die kommt zu dem Ergebnis, dass in den letzten dreißig Jahren die psychischen Störungen und Krankenhauseinweisungen wegen Cannabiskonsum um das Fünffache zugenommen haben, berichtet aponet.de am 01.02.22.

Die Ursachen sehen die Wissenschaftler vor allem in der steigenden Verfügbarkeit von Cannabis. „Wir sehen auch einen zunehmenden Konsum von synthetischem Cannabis und solchen Präparaten, die einen erhöhten THC-Gehalt haben“, sagt Professor Carlos Schönfeldt-Lecuona von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III am Uni-Klinikum Ulm. THC ist die psychoaktiv wirkende Komponente im Cannabis. Die Forscher betonen die Notwendigkeit geeigneter Präventionsmaßnahmen.

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