fbpx

Kinder werden immer unsportlicher

(DVCK e.V. – Aktion Kinder in Gefahr) Eine aktuelle Studie zeigt Daten die betroffen machen: Beweglichkeit und Ausdauer der Kinder nach zwei Jahren Corona sind zunehmend schlechter geworden. Durch die Schließung der Schulen und der damit verbundene Sportunterricht fehlt den Kindern. Ebenso eine Vielzahl von Austritte aus Turn- und Sportvereinen, Schwimmen und Spielen auf dem Spielplatz – alles geschlossen und verboten. Die Auswirkungen machen sich nicht nur auf der Waage bemerkbar.

Die Daten der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg zeigen jetzt ganz deutlich: „Der Fitness-Gesamtwert ist während Corona eingebrochen“, heißt es im „Fitnessbarometer 2022. Tendenziell seien die Kinder langsamer und weniger ausdauernd geworden. Parallel sind auch die Fähigkeiten zur Koordination deutlich gesunken. Die KTS Baden-Württemberg untersucht seit 2012 mit Sportwissenschaftlern die Fitness von 3-10-Jährigen. Diese Ergebnisse beziehen sich auf andere Studien zu den Corona-Folgen.

Schon im Mai diesen Jahren ist laut einer Umfrage fast jedes sechste Kind in Deutschland dicker geworden. Dies trifft auch bei circa einem Drittel der Kinder im Alter von 10-12 Jahren zu. Gleichzeitig bewegt sich fast die Hälfte der Kinder weniger. Mehr Fernsehen, mehr Werbung für ungesundes Essen, dadurch auch mehr Süßigkeiten – ein Teufelskreis entsteht.

Auch in einem Interview mit Bayern 2 und dem ehemaligen Skisportler Felix Neureuther sind die Aussagen über die Fitness der Kinder alles andere als zuversichtlich. “Prinzipiell fällt eines auf, dass der Bewegungsmangel schon enorm ist. Es ist erschreckend, wie schlecht sich Kinder heute in der Breite bewegen können.” Laut Neureuther seien die meisten 10-Jährigen nicht in der Lage, einen Purzelbaum zu schlagen. Selbst Schwimmen oder Fahrradfahren sei schwierig, und einen Ball zu fangen ist schon “sehr, sehr schwer.” Dies seien grundlegende Bewegungsformen, die eigentlich jedes Kind können muss, so der Sportler. Herr Neureuther und viele andere Sportler setzen sich darum präventiv für mehr sportliche Aktivität für Kinder ein.

Als sinnvolle Gegenmaßnahmen empfehlen Experten eine umgehende Besteuerung von zuckerhaltigen Getränken. Werbeeinschränkungen für ungesunde Lebensmittel und die Übernahme der Kosten für eine Adipositas-Therapie durch die Krankenkassen.

>