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Werden Familie und Kinder zum Luxus?

Die Inflationsrate steigt stetig – aber es trifft nicht alle gleich: Familien mit Kindern leiden besonders und sind höher belastet als Singles. Kinderreiche Familien gehören zu den großen Verlierern der Inflation. Auch wenn alle mehr für Benzin, Heizkosten und Lebensmittel bezahlen müssen, so macht es sich Prozentual gesehen bei den Familien mit mehr als einem Kind besonders bemerkbar. Sie müssen jeden Euro genau kalkulieren und kaufen nur noch Angebote. Die Angst vor der Zukunft bleibt und bereitet so manchen Eltern schlaflose Nächte – jeden Tag.

Laut IMK Studie des Statistischen Bundesamt sind die Verbraucherpreise im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0 Prozent gestiegen. Das ist die höchste Teuerungsrate in Deutschland seit 1951. Die Belastung der Bürger in Deutschland fällt aber unterschiedlich aus. Besonders hart trifft es vor allem Familien mit Kindern sowie Paare mit mittlerem Einkommen.

Familien mit drei Kindern, die weniger als etwa 2800 Euro netto monatlich haben, gelten als arm. Die Situation ist angespannt und ein sorgloser Einkauf mit Dingen die die Kinder gerne gegessen haben ist für Familien einfach nicht mehr möglich. Bei einem mittleren Einkommen ist auch ein Auto nicht mehr bezahlbar – vom Wohnraum mal ganz abgesehen.

Es ist eine Schande, dass sich die Politik in dieser Situation nicht ausreichend um die Bürger und vor allem um die Kinder kümmert. „Das Geld ist zu knapp um eine Familie zu gründen“ – sind die Aussagen der jungen Paare, die noch vor einem Jahr fast sorglos über ihre Familienplanung geredet haben. Zudem haben sie Angst mit Kindern keine Wohnung mehr zu finden und schon gar nicht finanzieren können. Das stimmt doch was nicht.

Wenn es um die Frage geht wer Kinder hat scheint es fast so, als gäbe es nur reich und arm. Weil Kinder eben so teuer sind. Die Geburtenzahlen in westlichen Industrieländern gehen seit Jahren zurück. Der Grund: Kinder kann sich heute kaum jemand leisten. Denn Kinder kosten pro Jahr circa 6.500 Euro. Dies sind bis zum 18. Lebensjahr rund 130.000 Euro. Laut Frankfurter Rundschau sind es bei Studierenden fast das Doppelte, nämlich 230.000 Euro. Für arbeitende Eltern mit einem Durchschnittsverdienst unerschwinglich.

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