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Kriegsbilder und Hetze: Tipps für Eltern im Umgang mit belastenden Inhalten

Peter Vieregg

Die aktuellen Geschehnisse des Terrorangriffs der Hamas auf Israel haben zu verstörenden Inhalten in den sozialen Medien geführt, insbesondere auf Plattformen wie TikTok und YouTube. Diese Videos zeigen entführte Frauen, Paare und Familien, begleitet von Darstellungen sexueller Gewalt gegen junge Frauen. Gleichzeitig werden ältere Aufnahmen von israelischen Soldaten, die gegen Minderjährige vorgehen, gezielt eingesetzt, um den Überfall zu relativieren.

Kinder und Jugendliche benötigen Unterstützung bei der Einordnung und Verarbeitung solch belastender Bilder und Kommentare. Die Auseinandersetzung mit dem Krieg und der Nahost-Konflikt sind auch in Schulen aktuelle Themen. Neben den Eltern sind Lehrkräfte wichtige Ansprechpersonen für Heranwachsende. Doch wie können Lehrkräfte den Krieg im Unterricht thematisieren und Kinder im Umgang mit Desinformation stärken?

Um Kinder vor expliziten Kriegsbildern zu schützen, ist der Zugang zu altersgerecht aufbereiteten Nachrichteninhalten entscheidend. Zudem sollten Kinder Kindersuchmaschinen wie Frag Finn und Blinde Kuh nutzen, um problematische Suchergebnisse zu vermeiden. Kinder und Jugendliche können lernen, sich gegen verstörende Inhalte zu wehren. Bei Konfrontation mit solchen Inhalten in den sozialen Medien können sie diese melden, um andere vor unangenehmen Erfahrungen zu schützen. Beschwerden können beispielsweise bei jugendschutz.net und der Internetbeschwerdestelle eingereicht werden. Eltern können jüngeren Kindern Hilfe anbieten, wenn sie solche Inhalte melden möchten.

Die Herausforderungen im Umgang mit Kriegsbildern und extremistischen Inhalten erfordern eine gemeinsame Anstrengung von Eltern, Lehrern und der Gesellschaft als Ganzes.

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