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Bundesärztekammerpräsident Rheinhardt sieht Verantwortungslosigkeit durch Karl Lauterbachs Legalisierung von Cannabis

Lina Jurczik

Die geplante Legalisierung von Cannabis durch die Ampelregierung stößt auf heftige Kritik seitens des Präsidenten der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt. Der erfahrene Allgemeinmediziner bezeichnet die Pläne als verantwortungslos und populistisch, und betont die Gleichgültigkeit der Ampelpolitiker gegenüber den Risiken des Cannabisgebrauchs.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich Reinhardt besorgt über die mangelnde Berücksichtigung der Einwände von Vertretern der Ärzteschaft, der Polizei, Lehrer und Apotheker seitens der Gesundheitspolitiker der Ampelkoalition. Besondere Kritik richtete er an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD),  der viele Jahre vor den neurologischen und gesundheitlichen Risiken von Cannabiskonsum warnte und jetzt als Bundesgesundheitsminister , diese Erkenntnisse nun komplett ausblende. Reinhardt bezeichnete Lauterbachs Handeln als höchst fahrlässig.

Der Bundesärztekammerpräsident schlägt einen Kompromiss vor, bei dem die Abgabe von Cannabis erst ab dem 23. Lebensjahr und ausschließlich in Apotheken legalisiert werden sollte. Dieser Ansatz würde seiner Meinung nach dem Jugendschutz besser Rechnung tragen.

Reinhardt rechnet, wie die SPD-Innenpolitiker, nicht mit einem Rückzug der Cannabis Legalisierung. Er sagt: „Die Bereitschaft, alle möglichen psychoaktiven  Substanzen auszuprobieren, war wohl noch nie so groß wie heute.“ „Und die Verfügbarkeit auch nicht.“ Der Mediziner sagt: „Ich halte das für ein Zeitgeistphänomen einer Wohlstandsgesellschaft, dem sich Teile der Ampel widerstandslos unterwerfen.“

Nicht nur aus der ärztlichen Sicht erntet die Legalisierung von Cannabis Kritik. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) äußerte Bedenken über die Einigkeit der Ampelparteien in dieser Frage im Vergleich zu anderen drängenden Themen. Poseck warnt vor den möglichen negativen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche sowie die Verkehrssicherheit. Er betont, dass Cannabis ähnlich wie Alkohol die Sinne trüben und die Reaktionsfähigkeit beeinflussen kann.

Es wird berichtet das die Legalisierung nicht den Schwarzmarkt und die damit einhergehende Kriminalität bekämpft. In einigen Bundesstaaten Amerikas kann man durch die Legalisierung von Cannabis sehen, dass auch die Belastung des Gesundheitssystems gestiegen ist. Rheinhardt sagt: „Wie weltfremd und verbohrt muss man sein, um all das nicht wahrhaben zu wollen?“

Weiterhin fragt man sich ob es für einen 18-jährigen Menschen, der nicht mal ausgewachsen ist, wirklich sinnvoll und gesund wäre Cannabis zu konsumieren.

Foto: Pressefoto Karl Lauterbach SPD

E-Mail Aktion an Karl Lauterbach bzgl.- Cannabis-Legalisierung: https://www.aktion-kig.eu/2024/02/e-mail-aktion-nein-zur-lauterbach-cannabislegalisierung/

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