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Forderung nach Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige

Lina Jurczik

Ein Automat, der in der Nähe einer Schule Lachgas verkauft, hat in Gifhorn für erhebliche Proteste gesorgt. Der Stadtelternrat fordert von den Behörden Maßnahmen gegen den Verkauf und hat sich in einem Brief an Gesundheitsminister Karl Lauterbach gewandt. Lachgas, ursprünglich ein Narkosemittel, wird zunehmend von Jugendlichen als Partydroge missbraucht, was zu ernsthaften Gesundheitsrisiken führt.

In den letzten Jahren hat sich der Konsum von Lachgas als Partydroge unter Jugendlichen stark verbreitet. Jugendliche inhalieren das Gas aus Luftballons, was erhebliche Gesundheitsgefahren birgt. Ärzte warnen vor den Folgen des Konsums, die von Ohnmacht über Lähmungen bis hin zu Herzbeschwerden reichen können. Die leichte Verfügbarkeit von Lachgas, insbesondere in Kiosken und Supermärkten, sowie die Verbreitung von Challenges auf Plattformen wie TikTok, haben das Problem verschärft.

Angesichts dieser Entwicklungen fordert die Union nun ein striktes Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige. „Narkosemittel aus der Medizin haben bei Kindern und Jugendlichen nichts verloren“, betonte der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Tino Sorge (CDU). Er unterstrich die Dringlichkeit gesetzlicher Regelungen, um den Missbrauch von Lachgas zu verhindern und Minderjährige zu schützen.

Auch die Hausärzte schließen sich diesen Forderungen an. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, plädiert für strengere Regulierungen, wie sie bereits in anderen europäischen Ländern existieren. Obwohl es in Deutschland noch keine umfassenden Daten zum Lachgaskonsum gibt, ist die Tendenz klar: Das Problem nimmt zu. Buhlinger-Göpfarth warnt vor den wachsenden Gefahren und sieht dringenden Handlungsbedarf.

Lachgas, chemisch bekannt als Distickstoffmonoxid (N2O), hat eine lange Geschichte in der Medizin und ermöglichte vor über 200 Jahren schmerzfreie Operationen. Heute wird es vor allem aus Sahnekartuschen oder Luftballons inhaliert. Experten mahnen, dass die Risiken häufig unterschätzt werden. Neben kurzfristigen Nebenwirkungen wie Schwindel und Übelkeit kann exzessiver Konsum zu schweren Schädigungen des zentralen Nervensystems führen.

Die Warnungen der Ärzteschaft und der Polizei sind eindeutig. Ein übermäßiger Konsum von Lachgas kann erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen. Um dies zu verhindern, sind klare gesetzliche Maßnahmen erforderlich, um die Abgabe von Lachgas an Minderjährige zu unterbinden und den Missbrauch als Partydroge zu stoppen.

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